Gelungener Jahresabschluss

Wintertraining in Calafat

2019 endet mit einem Pokal.

Zwischen dem 25. und dem 31. Dezember war ich im spanischen Calafat zum Trainieren. Am 31.12. fand das 3-Stunden-Rennen statt. Zusammen mit Matthias "Matze" Schemmerling holte ich den 3. Platz der 2-Motorrad-Wertung und den 4. Platz in der Gesamtwertung und das trotz Motorschaden in meinem zweiten Turn. Wir starteten von der 8. Position, aber mein Start klappte so gut, dass ich am Ende der Start-Ziel-Geraden auf Platz 1 lag. Das konnte ich natürlich nicht halten, aber im gesamten Rennverlauf fielen wir nie weiter als bis auf Platz 5 zurück.

Neben diesem Rennen bestritt ich noch ein Sprintrennen, bei dem ich von Platz 22 auf Platz 16 fuhr.

Die letzten Tage habe ich aber vor allem genutzt, um neue Teile zu testen. Denn nach der Saison ist vor der Saison.


Beste Suzuki

Saisonfinale Twin Cup 700 auf dem Hockenheimring

Mein erstes Jahr im Twin Cup 700 ist mit dem Saisonfinale auf dem Hockenheimring (27.-29.09.) vorbei.

Viel Regen gab es am Freitag. Die Freien Trainings liefen gut, ich konnte mich kontinuierlich verbessern. Am Nachmittag stand noch das erste Qualifying an. Ich konnte einige Runden einen guten Fluss fahren, aber dann rutschte mir das Vorderrad weg und ich saß auf dem Hosenboden.

Bis zum Samstagmorgen hatten wir zu schrauben. Vor allem mit dem neuen Lenker hatte ich im zweiten Qualifying noch große Probleme.

Am Ende sprang für mich nur der 14. Startplatz heraus. Vor dem Rennen haben wir uns dann kurzfristig noch für ein paar kleine Änderungen entschieden. Auf dem Weg in die Startaufstellung war ich mir nicht so sicher, ob das gut war. Aber vom Start weg war ich gut dabei und konnte mich gut auf das Motorrad einstellen und gut nach vorn kommen. In der letzten Runde holte ich mir in der Sachs-Kurve Platz 5 und gab ihn nicht wieder her.

Auch im zweiten Rennen am Sonntag wurde ich 5. und habe meinen Platz 6 in der Gesamtwertung fest gemacht. Mit diesem Ergebnis kann man den Saisonabschluss durchaus als gelungen bezeichnen. Damit bin ich in meinem Rookiejahr hier im Twin Cup der beste Suzukifahrer.


Assen im (Halb-)Nassen

IDM Twin Cup 700 Veranstaltung 5

Fast genau ein Jahr nach meinem ersten Gaststart im Twin Cup kehrte ich auf die Strecke in Assen (06.-08.09.) zurück, auf der dieses Abenteuer begann.

Der erste Tag war zum Glück bis abends trocken.Das heißt, wir hatten zwei Freie Trainings, die ich voll nutzen konnte. Beim ersten habe ich einen guten Grundstein gelegt, aber ich war mit Platz 8 noch nicht so richtig zufrieden. Also haben wir im zweiten Training eine andere Übersetzung probiert. Die hat leider überhaupt nicht gepasst. Ich habe mich zwar schnell gefühlt, nur haben das meine Zeiten überhaupt nicht wiedergegeben. Nicht wirklich zufrieden mit Platz 14 hieß es am Samstag wieder mit neuer Übersetzung angreifen.

Der Qualifyingtag zeigte sich von allen Seiten. Von Sonne bis hin zu Regen und Sturmböen war alles dabei. Quali 1 fand im Trockenen statt. Eigentlich lief es wirklich gut, trotzdem reichte die Zeit nur für Platz 10. Quali 2 habe ich als Regentraining genutzt und das lief richtig gut! Endlich habe ich wieder ein bisschen mehr Sicherheit auf nasser Strecke gewonnen.

Am Sonntag fanden beide Rennen statt. Bei sommerlichem Wetter startete ich das erste Rennen stark, doch verlor in den ersten Runden zu viel Zeit. Erst ab der Mitte des Rennens ging es für mich wirklich vorwärts, da allerdings bis auf Platz 8 nach vorn. Dann kam die letzte Runde, und was für eine! Mit einer Monsterzeit - die zweitschnellste Rennrunde mit nur 5 Hundersteln Abstand zum Schnellsten - flog ich noch an zwei Konkurrenten vorbei und überquerte als 6. den Zielstrich. Durch einen Vorfall vor mir rutschte ich nachträglich noch auf Platz 5 nach vorn.

Eigentlich wollte ich dieses Wahnsinnsergebnis im zweiten Rennen wiederholen. Doch als wir in die Startaufstellung fuhren, fing es an zu regnen. Also wechselten wir innerhalb von 12 Minuten schnell auf die Regenräder und gingen dann erneut an den Start. Der Start hat wieder gut funktioniert, doch das war es im Grunde auch. Ich hatte hier und da im Verlauf des Rennens ein bisschen Glück und konnte Platz 10 über die Linie retten.


Abschlussveranstaltung in Oschersleben

Gaststart in der German Twin Trophy Klasse Stock

Am letzten Wochenende (16.-18.08.) stand die letzte Veranstaltung der German Twin Trophy in Oschersleben an. Es war das erste Mal für mich mit der Suzuki SV650 auf dieser Strecke.

Das machte sich schon am Freitag in den Trainings bemerkbar. Wir hatten große Probleme mit dem Fahrwerk. 

Der Samstag war nass und verregnet. Mein Lieblingswetter... nicht. Im ersten Qualifying morgens hatte ich nicht viel entgegen zu setzen und stand nur auf Platz 11. Ein zweites Qualifying war dann nicht mehr ganz so nass, da konnte ich den 7. Startplatz rausholen. Den konnte ich im ersten Rennen auch halten und ins Ziel bringen.

Am Sonntag fuhren wir dann endlich wieder auf trockener Piste. Zuerst morgens ein Warm-Up und anschließend ein zweites Rennen. Dieses Mal lief es besser für mich. Bis auf Platz 5 kam ich nach vorn und wäre das Rennen länger gewesen, wäre ich noch weiter vor gekommen. Aber das ist ja mein übliches Problem.


Regen und Sonnenschein

Twin Cup 700 in Most

Sturzerfahrung hatte ich für die nächste Station in Most (09.-11.08.) genug. Nach meinem Sturz hier vor dem ersten Saisonrennen habe ich im Training vor der Veranstaltung erneut den Boden geküsst.

Bei bestem Wetter durften wir uns am Freitag in zwei Freien Trainings und einem Qualifying austoben. Nach einigen Problemen mit dem Fahrwerk und der Übersetzung in beiden Freien Trainings, hoffte ich mit den Änderungen zu Q1 erfolgreich sein zu können. Qualifying 1 lief dann endlich nach Plan und mit Platz 5 aus dieser Session bin ich auch gut zufrieden. Das zweite Qualifying am Samstag kann man wohl am besten als ernüchternd beschreiben. Auf nasser Strecke kam ich nicht gut klar. Zum Glück konnte sich keiner mehr verbessern, also behielt ich Startplatz 5. 

Als wir für das erste Rennen aus der Boxengasse raus in die Startaufstellung fuhren, fing es zum wiederholten Mal an diesem Tag an zu regnen. Mein Start war gut, aber das ist auch das einzige positive an diesem Rennen geblieben. Mein Kopf hat einfach dicht gemacht. Also habe ich das Rennen nur auf Platz 17 beendet.

Der Start am Sonntag hat so gut geklappt, dass ich mich nach einer Runde auf Platz 3 wiederfand. Leider kam ich nicht schnell genug weg, sodass die Gruppe hinter mir wieder heran fuhr. Der Kampf ums Podium war hart, lief teilweise nicht ohne Körperkontakt ab. Zwei Mal kam es für mich zu Feindberührungen und das mit Folgen. Beim ersten Mal war es "nur" mein Fuß, das schmerzte zwar einen Moment lang, beeinträchtigte aber mein Rennen nicht weiter. Beim zweiten Mal wurde mein Schalthebel so beschädigt und verbogen, dass Schalten eigentlich nicht mehr möglich war. Irgendwie musste ich dafür meinen Fuß zwischen den krummen Hebel und das Motorrad fädeln. Bis ich dafür ein System gefunden hatte, war der Zug abgefahren.

Aber ich habe mit dem 6. Platz (Platz 5 ohne Gaststarter) alle möglichen Punkte mitgenommen. Auch wenn das Podium machbar gewesen wäre, bin ich nicht enttäuscht.


Mein erstes Heimrennen

Zweite Veranstaltung Twin Cup 700 auf dem Schleizer Dreieck

Mit einer gehörigen Portion Aufregung ging es ungefähr 20 Kilometer für uns an die nächste Strecke im IDM-Kalender: Das Schleizer Dreieck (26.-28.07.)!

Bei großer Hitze erarbeiteten wir uns in zwei Freien Trainings eine passende Einstellung für das Motorrad. Am Nachmittag folgte dann auch schon das erste Qualifying. Mit etwas Glück konnte ich mich an einen der schnellsten aus dem Cup dranhängen und Platz 4 raus fahren! 

Im zweiten Qualifying am Samstag habe ich zwar einen Platz verloren, aber konnte meine Zeit deutlich verbessern. Also ging ich von Startplatz 5 in die Rennen.

Am Start des ersten Rennens fiel ich ein paar Plätze zurück und musste mich erst mal wieder nach vorn kämpfen. Das hat mich leider die ersten Runden gekostet. Zwischenzeitlich lag ich auf Platz 5, musste den Platz aber im Laufe des Rennens wieder hergeben. Da wir schnell unterwegs waren und an Platz 3 und 4 vor uns ran kamen, habe ich nicht gleich wieder angegriffen. Leider liefen wir dann auf Überrundete auf. Dadurch kam ich auf Platz 6 ins Ziel. Da war mehr drin! 

Am Sonntag verlor ich nach einem top Start in der ersten Kurve viele Plätze. Ich wollte kein Risiko eingehen und lieber sitzen bleiben, anstatt mich in viel zu kleine Lücken zu quetschen und zu stürzen. Dadurch musste ich mich allerdings erst mal von Platz 9 wieder nach vorn kämpfen. Nach etwa einem Drittel des Rennens erreichte ich wieder Platz 6, aber die Gruppe vor mir war schon ungefähr 5 Sekunden weg.

Doch ich konnte mich tatsächlich wieder auf 1,2 Sekunden heranfahren, nur gingen mir dann die Runden aus und ich wurde als Sechster abgewunken.


Generalprobe fürs erste Heimrennen

Gaststart in der German Twin Trophy Klasse Stock in Schleiz

Zwei Wochen vor meinem allerersten Heimrennen auf dem Schleizer Dreieck war ich schon mal zum Trainieren hier (12.-14.07.). Im Rahmen von Bike Promotion und der German Twin Trophy konnte ich viele Turns fahren und Erfahrungen sammeln.

Am Freitag drehte ich im Trockenen viele Runden und tastete mich langsam wieder an die nötigen Zeiten heran. Bis es anfing zu regnen... Aber auch damit kam ich gut klar, sodass ich mich nach meinen eher bescheidenen Erfahrungen im Regen wieder ein wenig wohler fühlte. Das erste Qualifying für die Rennen der GTT fand schließlich auch auf nasser Strecke statt. Mit Platz 9 war ich ganz zufrieden. 

Der Samstag begann wieder trocken. Auch das zweite Qualifying beendete ich auf Platz 9. Das erste Rennen auf trockener Strecke lief gut. Leider verlor ich den Anschluss auf die Gruppe vor mir und fuhr das Rennen relativ einsam auf Platz 8 (Platz 5 in der Stock-Wertung) zuende. 

Am Sonntag ließ sich die Sonne nicht blicken. Morgens fuhr ich noch ein Training im Regen, dann startete das Rennen auf nasser Strecke. Dass ich kein Regenfahrer werde, war mir schon vorher klar. Ich habe meinen Zeiten im Regen zwar im Rennen nochmal um 3 Sekunden verbessert, aber trotzdem fiel ich nach meinem grandiosen Start von Platz 4 zurück bis auf Platz 11 (Platz 7 in der Stock-Wertung). 

Jetzt kann das Rennen in Schleiz kommen. Ich kann es kaum noch erwarten!


Podium am Lausitzring

Gaststart in der German Twin Trophy Klasse Stock

Das Rennfahrergen macht nie Pause. 

Das eigentlich rennfreie Wochenende habe ich genutzt, um zu trainieren. 

Am Lausitzring habe ich einen Gaststart in der German Twin Trophy Klasse Stock im Rahmen von Bike Promotion gemacht (01.-02.-06.). 

Bei sommerlichen Temperaturen fuhr ich in den beiden Qualifyings auf den sechsten Startplatz.

Noch am Samstag fand das erste Rennen statt. Da ich auf der Strecke schon im Twin Cup Kampferfahrung gesammelt habe, konnte ich mich durchsetzen und auf Platz 3 in meiner Klasse das Ziel erreichen. 

Am Sonntag sollte das zweite Rennen stattfinden. Doch im Warm-Up wollte die Suzuki nicht mehr. Kupplungsschaden. Mehrere Stunden haben wir geschraubt und zum Glück war das Motorrad zum Start wieder fahrbereit. So ganz wollte die Kupplung zwar auch da noch nicht wieder, aber ich konnte mich gut darauf einstellen. Auch in diesem Rennen kamen mir die Erfahrungen aus dem Twin Cup zugute. Bis in die letzte Kurve kämpfte ich um das Podest und wurde schließlich Zweiter.

Das war also ein sehr erfolgreiches Trainingswochenende für mich.


Zwei vierte Plätze zu Beginn

Erste Veranstaltung im Twin Cup 700 am Lausitzring

Für den Saisonauftakt des Twin Cups am Lausitzring (17.-19.05.) war die Top Ten das Ziel. Das habe ich mehr als übertroffen.

In den Freien Trainings und beiden Qualifyings hatte ich ein gutes Gefühl und habe mir Chancen auf die Top Five ausgerechnet. 

Nach Q2 mit alten Reifen stand für mich der siebte Startplatz fest. 

Mit neuen Reifen ging es dann ins erste Rennen. Hier holte ich nach einem langen Kampf mit mehreren Konkurrenten zum ersten Mal Platz vier. Die Lücke zu den Podestplätzen war zu diesem Zeitpunkt noch recht groß.

Schon am Start des zweiten Rennens am Sonntag konnte ich einen Platz gut machen und kämpfte mich innerhalb weniger Runden wieder auf P4 nach vorn. Dann konnte ich den auf Platz drei liegenden Steven Bussemer einholen. Von da an kämpften wir hart aber sehr fair um den letzten Podestplatz, bis in die letzte Runde. Leider liefen wir in den letzten Kurven auf überrundete Fahrer auf, an denen ich nicht schnell genug vorbeikam und mich so geschlagen geben musste. 

Trotzdem bin ich mit diesem Ergebnis überglücklich! 

Leider kann ich bei der nächsten Veranstaltung in Zolder nicht dabei sein, da ich zu jung bin. 


Auftakt bei der WSBK in Assen

Gaststart zur Saisonvorbereitung

Was für ein Wochenende (12.-14.04.) in Assen!

Schon am Freitag im ersten Qualifying kündigten sich Probleme mit dem Quickshifter an. Obwohl hier zusätzlich auch die Übersetzung nicht passte, konnte ich mir Platz 9 sichern.

Leider bremsten die technischen Probleme mich im zweiten Qualifying noch mehr aus. Ich konnte nur zwei gezeitete Runden fahren. Meine Zeit konnte ich zwar verbessern, trotzdem rutschte ich auf Platz 10 ab. Ein wenig enttäuscht nahm ich mir also vor, in den beiden Rennen richtig anzugreifen.

Doch am Samstag kam die große Überraschung. Schnee in Assen führte zur Absage aller geplanten Rennen an diesem Tag. Blieb also noch eine Chance am Sonntag.

Da blieb es zum Glück trocken. Doch schon am Samstag hatte sich eine Erkältung angekündigt, die am Sonntag so richtig zuschlug.

Trotzdem ging es dann 16.10 Uhr an den Start. Ich kam gut weg und kam schon auf Platz 7 aus der ersten Runde wieder. Den Platz konnte ich dann auch bis ins Ziel verteidigen. Leider wurde die Lücke zur Gruppe vor mir recht groß, sodass ich da nicht mehr aufschließen konnte.

Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, vor allem da es unter den fest eingeschriebenen Cup-Fahrern Platz 5 war.